Musik
Die besten Alben des Jahres 2025
2025 brachte uns große Kunst, erschossene Gänse, parasoziale Beziehungen zu Computern und weitere verworrene musikalische Wunderwelten, die Musikredakteure Finn Mommsen und Moritz Morsch für euch genauer ergründen.
40.
Men I Trust – Equus Caballus (self released)
Die kanadische Indie-Band Men I Trust bringt mittlerweile seit über 12 Jahren ohne Label verträumten Indie Pop raus. 2017 erlangten sie größere Bekanntheit mit den Songs Lauren und Tailwhip. Die Band zeichnet sich durch treibende Basslines und die sanfte Stimme von Emmanuelle Proulx aus.
Dieses Jahr brachten sie mit Equus Caballus und Equus Asinus zwei Alben heraus. Equus Caballus ist dabei das stärkere der zwei. Men I Trust machen hier keine neuen Experimente: Auf den 13 Tracks werdet ihr von den entspannten Klängen sanft umwoben und bis zum Ende nicht losgelassen.
Ein absolutes Highlight ist die Single Billie Toppy, die einen fantastischen Groove hat und so auch aus dem Rest des Albums heraussticht.
Fave Tracks: Billie Toppy, Ring Of Past
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39.
Joey Valence & Brae – HYPERYOUTH (RCA Records USA)
Joey Valence & Brae sind ein US-amerikanisches Rap-Duo, das dieses Jahr ihr drittes Album mit Hyperyouth veröffentlichte. Bei uns lief vor allem ihr 2024 erschienenes Album No Hands in einer großen Frequenz.
Die Kombination aus dem Hardcore-Hip-Hop mit teilweise sehr experimentellen Beats, die hauptsächlich von Joey Valance selbst produziert werden, funktionierte vor allem bei einem Song wie Bussit.
Hyperyouth führt das weiter und bietet auch eine erwachsene, introspektive Seite der beiden. Das zeigt sich vor allem bei dem großartigen Closer Disco Tomorrow. Trotzdem schafft es das Album nicht, immer für genug Abwechslung zu sorgen.
Fave Tracks: Disco Tommorow, Hyperyouth
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38.
Betterov – Große Kunst (Island Records)
Eine der größten Überraschungen für mich, als jemandem, der aktuellem deutschsprachigem Indie meistens nur recht wenig abgewinnen kann, war dieses Jahr Große Kunst von Betterov. Zum einen liegt das bestimmt an seinen bedrückenden und doch cleveren Texten wie beispielsweise im Titeltrack („Du interessierst dich doch für Goethe / hier kommt meine Faust / und als wär er Donatello / und mein Kopf ein Block aus Marmor / schlug er immer auf mich drauf / und färbte meine Augen blau“).
Zentral bei Große Kunst ist jedoch die Geschichte um die DDR-Flucht von Betterovs Vater (17. Juli 89, 18. Juli 89, Sag nicht deinen Namen) sowie Erinnerungen an Betterovs Kindheit (Papa fuhr immer einen großen LKW, Große Kunst, Hier wache ich).
Musikalisch hat Große Kunst dabei viel zu bieten. Passend zum Albumtitel werden fast alle Lieder von Streichern begleitet, denen auch in instrumentalen Intermezzi viel Platz geboten wird. Darüber hinaus wechseln die Songs von The Smiths-Zitaten (In meinem Zimmer spielen sich Dramen ab) über Indiepop (So high) zu Rockballaden (Alles nur ein Film, Du hast in mein Herz gemalt).
Fave Tracks: Hier wache ich, In meinem Zimmer spielen sich Dramen ab
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37.
Mac Miller – Baloonerism (Warner Records, REMember Music)
Baloonerism ist das zweite posthume Album von dem amerikanischen Rapper Mac Miller.
2018 haben wir leider einen der spannendsten Musiker unserer Zeit verloren, der sich ständig neu erfunden hat und oftmals die Grenzen des Raps sprengte.
Circles das erste posthume Album, ist ein Meisterwerk, das eine zutiefst berührende Ebene in Macs Psyche verdeutlicht und seine musikalische Entwicklung verdeutlicht. Balloonerism führt euch hingegen eher in eine Zeit zurück, wo Mac in seiner wilden Rap Phase war und sich vieles um Geld, Frauen und Drogen dreht.
Aber trotzdem findet sich auch hier viel Charakter und emotionale Reife wieder. Besondere Highlights sind dabei Do You Have A Destination, bei dem die Lyrics in Retrospektive umso mehr bedrücken, da Mac an einer Überdosis gestorben ist; Am I okay? /Fuck no Just so nuts, so Need to let the drugs go Tryna find Heaven/ I get high but never come close.
Ein weiteres Highlight ist der Song Five Pony Rides der sich anfühlt wie die letzte warme Umarmung eines alten Freundes.
Fave Tracks: 5 Dollar Pony Rides, Ricks Piano
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36.
Ichiko Aoba – Luminescent Creatures (hermine inc)
Ichiko Aoba ist eine der besten Folk Künstler*innen der 2010er. Auf bereits 9 Alben erschafft sie wundersame Klangwelten mit ihrem zärtlichen Gesang und etherischen Untermalungen von Harfen und Klavieren.
Im Kontext ihrer großartigen Diskographie ist Luminescend Creatures nicht das stärkste Werk und trotzdem schafft sie es sowohl Sehnsucht als auch eine innere Ruhe zu erzeugen. Besonders gelingt ihr das bei den wunderbaren Song Lucifèrine.
Fave Tracks: Luifèrine, Coloratura
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35.
Psychedelic porn crumpets – pogo rodeo (what reality?)
Die Psychedelic Porn Crumpets haben sich in den letzten Jahren von einem Indie-Geheimtipp zu einer echten Größe der australischen Musikszene entwickelt. Ihr neues Album Pogo Rodeo zementiert diesen Status.
Allein schon der Opener Salsa Verde, der selbstbewusst Come Together von den Beatles zitiert, ziegt, dass hier eine Band ist, die nicht davor zurückschreckt, das Rad nicht neu erfinden zu wollen, sondern viel mehr die Einflüsse ihrer musikalischen Vorbilder neu zusammenzuwürfeln.
Heraus kommt eine Mischung aus Punk, Blues und jeder Menge Garage Rock. Und natürlich – wie der Bandname schon sagt – Psychedelic Rock. Gerade die letzten beiden Titel des Albums zeigen, dass Australien nicht nur dank King Gizzard & The Lizard Wizard als Hochburg des Genres gelten darf.
Insgesamt geht das Album über seine gesamten 42 Minuten Laufzeit konstant nach vorne. Das kann ermüdend sein – aber auch eine Chance, sich weiter in eine völlig eigene musikalische Welt zu vertiefen.
Fave Tracks: Salsa Verde, Manny`s Ready to Roll
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34.
Saba& No ID – From the Private Collection of Saba and No I.D. (From The Private Collection)
Der Rapper Saba und Producer No I.D. taten sich dieses Jahr für ein erfrischendes, melodisches Jazz-Rap-Album zusammen. Saba machte sich 2018 mit dem hervorragenden Care For Me einen Namen in der Rap-Welt und überzeugte vor allem mit seinem persönlichen Storytelling auf Songs wie Prom/King.
In From the Private Collection of Saba and No I.D. treffen wir einen reiferen Saba an, der sich vor allem mit dem Prozess des Erwachsenwerdens und den Herausforderungen in der Musikwelt beschäftigt. Die Beats von No I.D. sind dabei wunderbar flexibel, er glänzt sowohl mit warmen Jazz-klängen als auch mit Lo-Fi-Trap-Beats.
Saba brachte dieses Jahr ebenfalls das Album C0FFEE! heraus, was allerdings wesentlich schwächer ist. Mit From the Private Collection of Saba and No I.D. macht ihr aber nichts falsch und werdet besonders belohnt, wenn ihr bis zum Schluss dranbleibt, bis zum fantastischen Closer a FEW songs.
Fave Tracks: a FEW songs, Westside Bound Pt. 4
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33.
Model/Actriz – Pirouette (Dirty Hit / True Panther Sounds)
Pirouette von der amerikanischen Dance-Punk-Band Modell/Actriz klingt, wie eine zeitgemäße Weiterführung eines Genres, das heutzutage unterrepräsentiert ist.
So wie LCD-Soundsystem den Sound der Talking Heads in die 2000er übertragen hat, versuchen das gleiche nun Modell/Actriz mit LCD Soundsystems Sound.
Sie setzten dabei noch mehr auf elektronische Musik und ziehen ebenfalls Inspiration von den Nine Inch Nails, sodass ein Song wie Cinderella näher beim Techno als Post-Punk ist.
Das Album ist sehr chaotisch, laut und aufreibend. Wenn ihr auf der Suche nach einem erholsamen Hörerlebnis seid, solltet ihr dieses Album eher meiden. Wenn ihr aber über die ersten vier Songs dran bleibt erwarten euch auch sehr gelungene melodische Songs wie Acid Rain.
Fave Tracks: Cinderella, Diva
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32.
Sudan Archives – THE BPM (Stones Throw)
R&B war vor allem in den 2000ern ein Genre, das leider sehr seicht und belanglos erscheinen konnte. Das hat sich zum Glück verändert mit Künstler*innen wie Kelela, Sampha, FKA Twigs, Rochelle Jordan und auch Sudan Archives.
Hinter Sudan Archives verbirgt sich Brittney-Denise-Parks, die eine absolute Tausendsassa*in ist und dieses Jahr mit THE BPM eins der spannendsten R&B Alben herausgebracht hat.
Sie spielt Geige, singt und produziert viele ihrer Songs selbst. Im Gegensatz zu Künstler*innen in den 2000ern hat Sudan Archives keine Angst, gewohnte Songstrukturen zu brechen und den R&B-Sound mit elektronischen und klassischen Elementen zu erweitern.
So erscheint der Song YEA YEA YEA in der ersten Hälfte, wie ein klassischer, smoother R&B Song, der aber in der Mitte durch einen elektronischen Beat-switch und eine starke Verzerrung auf ihrer Stimme unterbrochen wird. Auf dem absolut tanzbaren My Type zeigt sie aber auch, dass sie sehr catchy sein kann, ohne große stilistische Brüche.
Fave Tracks: Dead, My Type
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31.
Tropical Fuck Storm – Fairyland Codex (Fire Records)
Die australische Punkband Tropical Fuck Storm gibt es erst seit 2016, doch waren Gareth Liddiard und Fiona Kitschin bereits Teil der Band The Drones von 2002 bis 2016. Zwei Jahre nach der Gründung der neuen Band, brachten sie das explosive A Laughing Death In The Meatspace(2018) heraus.
Fairland Codex nimmt sich die wilden Art-Rock-Ästhetiken zu Herzen, ist aber noch eine Spur punkiger. Das heißt in dem Fall vor allem gesellschaftskritische Texte und nihilistische Lyrics. Der humorvolle Name tut der lyrischen Ernsthaftigkeit demnach keinen Abbruch.
Auf einem Song wie Joe Meek Will Inherit the Earth, wird sich Zeit gelassen für längere instrumentale Passagen und der Gesang ist auch langsamer und melancholischer.
Fairyland Codex ist ein ausbalanciertes Werk, wo ihr sowohl wilden Punkrock als auch hypnotisierenden Art-Rock bekommt.
Fave Tracks: Fairyland Codex, Moscovium
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30.
Eefje de Visser – Vlijmscherp (Sony Music Entertainment Netherlands)
Nachdem die Niederländerin Eefje de Visser 2024 ihr fünftes Album Heimwee veröffentlicht hat, hat es diesmal nur etwas über ein Jahr gedauert, bis neues Material herausgekommen ist.
Vlijmscherp („messerscharf“) ist dabei der zweite Teil von Heimwee und macht da weiter, wo Heimwee aufgehört hat. Wieder vermischt Eefje de Visser gekonnt akustische mit elektronischen Elementen und kreiert damit eine Atmosphäre, die sie selbst als „melancholische Tanzmusik“ bezeichnet.
Dabei stehen diesmal, nachdem Heimwee eher eine Rückkehr zu akustischen Instrumenten war, wieder elektronische Elemente im Vordergrund. Bemerkbar wird das direkt beim Opener Onomkeerbaar, der das Album mit flirrenden Sounds und sanften Synth-Pads eröffnet.
Auch im Verlauf des Albums bleibt sie dieser Formel treu: Die Singleauskopplungen God Los und Normaal Toen setzen den Vibe vom Opener fort, ruhigere Momente wie Wervels und Tikkend schließen dabei mehr noch an das 2020er Album Bitterzoet an. Große Überraschungen, bietet der Sound dabei auf Albumlänge nicht – muss er aber auch gar nicht.
Viel mehr macht die Schönheit von Vlijmscherp aus, dass das Album es schafft, über 41 Minuten einen Sound auszukundschaften und diesen in immer wieder neue, gut geschriebene und produzierte Popsongs zu gießen.
Fave Tracks: Onomkeerbaar, Vlijmscherp
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29.
Mon Laferte – Femme Fatale (Sony Music Latin)
Mon Laferte ist hier mit ihrem erfrischenden Jazz-Album Femme Fatale vertreten, wobei die chilenische Musikerin auch eine Galerie betreibt und selber Skulpturen erschafft und sich gesellschaftskritisch in einem Podcast engagiert.
Auf Femme Fatale setzt sie sich mit eben diesem ambivalenten Stereotyp von Frau auseinander, der sehr facettenreich dargestellt wird.
Der Opening-Track Femme Fatale erinnert im besten Sinne an einen Bond-Song und verkörpert auch diese Vielschichtigkeit, indem er mysteriös, verführerisch und elegant anfängt und immer kraftvoller, distanzierter wird.
Auf dem Album finden sich unglaubliche stimmliche Performances von Mon laferte. Ein besonderes Highlight wären die vokalen Ausbrüche auf Otra Noche de Llorar.
Fave Tracks: Femme Fatale, Otra Noche de Llorar
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28.
Quadeca – Vanisher Horizon Scyscraper (X8 Music)
Der Übergang von einem Youtuber zum gestandenen Musiker schaffen nur die wenigsten. Eine der Ausnahmen wäre noch Joji, der früher als Pink Guy und Filthy Frank zum Internet-Meme und YouTube-Star avancierte. Um als Künstler respektiert zu werden, trennte er sich aber komplett von seiner früheren Identität.
Quadeca hat ebenfalls auf YouTube begonnen. Vor 13 Jahren brachte er noch FIFA-Videos heraus und wechselte später zu Rap-Videos, in denen er vor allem andere Rapper imitierte. Von 2015 bis 2018 brachte er mehrere Eps heraus, die leider nicht gut sind.
2022 brachte er dann jedoch ein Album namens I Didn’t Mean to Haunt You raus, das mit Folktronica in eine ganz andere Richtung ging. Quadeca zeigte, dass er ein Händchen für große instrumentelle Untermalungen hat und diese sphärischen Klänge sowohl mit Gesang als auch mit Rap untermalen kann.
Dieser Sound wurde dann in seinen Scrapyard-Projekten verbessert und findet seinen vorzeitigen Höhepunkt auf Vanisher Horizon Scyscraper.
Fave Tracks: Forgone, Casper
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29.
Freddie Gibbs&Alchemist – Alfredo 2 (ESGN Records – ALC Records)
Der amerikanische Rapper Freddie Gibbs übernahm die symbolische Fackel vom verstorbenen Rapper MF DOOM als neuer kongenialer Partner von dem Producer Madlib. Gemeinsam brachten sie Pinata (2014) und Bandana (2019) heraus.
Beide Alben sind herausragend und verdeutlichen, wie gut Freddie Gibbs mit einem Producer harmoniert, der sample-heavy Beats nutzt. Deswegen war ich umso erfreuter, dass er sich nur ein Jahr später mit dem Producer The Alchemist zusammentat für das Album Alfredo.
Untermalt von eleganter Produktion rapped Freddie pfeilschnelle Bars ohne Pause. Alfredo 2 geht einen sehr ähnlichen Weg und bietet genau diese Stärken, verliert sich aber ein wenig in den letzten Songs.
Fave Tracks: Ensalada, 1995
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26.
Rochelle Jordan – Through The Wall (EMPIRE Distribution)
Rochell Jordan führt uns auf Through The Wall mit einer Mischung aus elegantem R&B und hypnotischen Deep-House-Sounds durch den Dancefloor.
Ihr Sound klingt wie eine geistliche Weiterführung von Kelelas fantastischem Album Raven aus dem Jahr 2023.
Über den größten Teil der Laufzeit schafft es Rochelle Jordan, einen zu fesseln, auch wenn das Album sich aufgrund der 17 Songs gegen Ende ein wenig verliert.
Fave Tracks: The Boy, Doing It Too
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25.
King Gizzard & The Lizard Wizard – Phantom Island (p8doom) records)
Die sechs Australier von King Gizzard and the Lizard Wizard sind eine der aktivsten Bands der Gegenwart: Ganze 26 Alben veröffentlichte das Sextett seit 2012. Dabei muss man sich nicht von der Diskographie erschlagen fühlen; stilistisch unterscheiden sich die Alben allesamt und für jeden ist etwas dabei.
Während 2024 mit Flight b741 der Classic Rock zelebriert wurde, wagte sich die Band dieses Jahr an etwas ganz Neues: Auf Phantom Island – ihrem nunmehr 27. Album – werden die Songs von einem Orchester begleitet. Die Songs sind dabei wirklich liebevoll arrangiert; allein schon der Opener und Titletrack zeigt, dass hier weit mehr geboten wird, als nur ein Streichquartett, wie es bei vielen anderen Alben mit Klassikanleihen gerne mal der Fall ist.
Entstanden ist das Material für Phantom Island dabei parallel zu dem von Flight b741, was man dem Album auch anmerkt: Songs wie Deadstick oder Aerodynamic könnten – in einem anderen Gewand – auch auf dem Vorgänger zu finden sein.
Insgesamt machen aber die Stimmungswechsel das Album zu etwas ganz Besonderem: So sind die Songs teilweise opulent (Phantom Island), mal tanzbar (Deadstick) und dann wieder federleicht (Sea of Doubt). Abgerundet wird das Ganze durch den Closer aGrow Wings and Fly, welcher – mit seinen Shanghai-Zitaten aus dem Album Butterfly 3000 – auf einem wirklich großen Moment enden lässt.
Fave Tracks: Deadstick, Grow Wings
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24.
The Mountain Goats – Through This Fire Across From Peter Balkan (Thirty Tigers)
Nicht nur King Gizzard and the Lizard Wizard sind eine der produktivsten Bands unserer Zeit, The Mountain Goats stehen den Australiern in nichts nach: 22 Alben hat die Band um Frontmann John Darnielle seit 1991 veröffentlicht – von unzähligen EPs und B-Seiten-Compilations ganz abgesehen. Umso erstaunlicher war es, dass es 2024 kein neues Album gab. Doch das Warten – über zwei Jahre nach dem 2023er Jenny From Thebes – gelohnt.
Through This Fire Across From Peter Balkan ist dabei zu einem Konzeptalbum geworden, das eine Geschichte irgendwo zwischen biblischer Überlieferung und antiker Heldenreise erzählt. Ein Musical, wie es John Darnielle im Kopf hatte, ist das Album am Ende trotz Unterstützung von Lin-Manuel Miranda zwar nicht geworden, dafür offenbart Through This Fire Across From Peter Balkan umso mehr, dass die Mountain Goats soundtechnisch wissen, was sie wollen.
Auch diesmal wechseln sich folkige Songs (Rocks In My Pockets) mit epischen Rocksongs (Dawn of Revelation) und Bluegrasselementen (Cold At Night) ab. Insgesamt ist also vieles bei allem – aber genau das macht Through This Fire Across From Peter Balkan für mich zu einem absoluten Highlight des Jahres.
Fave Tracks: Overture, Dawn of Revelation
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23.
Little Simz – Lotus (AWAL Recordings Ltd.)
Die englische Rapperin Little Simz hat sich in den letzten 7 Jahren eine beeindruckende Diskografie aufgebaut. Vor allem ihr 2021 erschienenes Album Sometimes I Might Be Introvert, ist eins der besten Rap-Alben der letzten Jahre.
Sie verbindet monumentale instrumentale Untermalung und persönliche Lyrics in Songs wie I Love You, I Hate You, in dem sie ihre komplizierte Beziehung zu ihrem Vater verhandelt.
Lotus sticht allerdings in der Konzeption heraus, da es eine musikalische Abrechnung mit ihrem ehemaligen Producer Inflo ist. Dieser weigerte sich, ihr geliehenes Geld zurückzuzahlen, was zu einer Anzeige von Simz führte.
Simz nutzt dieses gebrochene Vertrauen, um daraus ein stimmiges Album zu schaffen, in dem sie nicht nur wütend über dieses Gefühl des Verrats rappt, sondern auch über die guten Dinge, die passieren, wenn man an sich selbst glaubt und Hilfe von anderen annimmt.
Vor allem die Singles Flood mit Obongjayar und Free sind bei mir bis heute in der persönlichen Rotation drinnen.
Fave Tracks: Flood, Lotus
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22.
Deftones – private music (Reprise Music)
Seit über 30 Jahren begleitet uns das alternative Metal-Quartett Deftones rund um Frontmann Chino Moreno. Ihr 10. Album Private Music ist gleichermaßen der vorzeitige Abschluss einer inoffiziellen Trilogie der weißen Tiere als Albumcover.
Diese Trilogie begann mit White Pony (2000), wo ein weißes Pferd das Cover bewohnt, und 2010 auf Diamond Eyes von einer weißen Eule abgelöst und auf ihrem aktuellen Album durch eine weiße Schlange ersetzt wurde.
In den frühen 2000ern spielten die Deftones vor allem Nu-Metal, was sie mittlerweile, durch einen größeren Fokus auf Shoegaze, abgelegt haben. Besonders gut funktioniert das auf Songs wie my mind is a mountain und milk of the madonna.
Fave Tracks: my mind is a mountain, milk of the madonna
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21.
Wet Leg – Moisterizer (Domino Recording Company)
Wet Legs Selftitled Debüt-Album sorgte 2022 für gehöriges Aufsehen. Singles wie Chaise Longue und Wet Dream etablierten die Band als quirky, aber gleichermaßen talentiert.
Während auf dem Selftitled-Album die Ironie von seichteren Gitarrenklängen abgefedert wird, ist der Sound auf ihrem neuen Album Moisterizer wesentlich energischer.
Eines der Highlights ist dabei die Bridge im Opening-Track CPR, wo Rhian Teasdale ein; „Hello, 999 What’s your emergency? Well, the thing is I, I, I, I, I, I’m in love“ anstimmt.
Die ironische Note hat die Band weiterhin behalten auf Songs wie catch these fist, auch wenn hier ein ernsterer Unterton mitschwebt, indem das Thema Catcalling behandelt wird.
Fave Tracks: Catch These Fist, CPR
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20.
JID – God Does Like Ugly (Dreamville Records – Interscope Records)
2017 konnte J.Cole J.I.D für sein Label Dreamville Records begeistern. Über die Jahre nahm Cole diverse talentierte Künstler*innen bei sich auf, doch J.I.D sollte sein größter Coup gewesen sein.
Vor allem sein 2022 erschienenes Album The Forever Story ist eins der besten Rap Alben der letzten Jahre. God Does Like Ugly tritt demnach in große Fußstapfen und geht auch einen anderen Weg.
The Forever Story ist ein sehr persönliches Album, auf dem J.I.D seine Familienvergangenheit aufarbeitet und pfeilschnell rappt, aber gleichermaßen auch auf Songs wie Kody Blu 31 gefühlvoll singt.
God Does Like Ugly ist weniger persönlich und zeigt mehr seinen Trademark-Flow und bietet ihm einen Raum, wo er sich lyrisch frei ausbreiten kann. Das gelingt ihm vor allem auf Songs wie Community und Glory, indem er die Ästhetik von 2000s Southern Rap verbalisiert.
Fave Tracks: Community, Glory
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19.
Natalia lafourcade – Cancionera (Sony Music Entertainment México)
Die mexikanische Künstlerin Natalia Lafourcade ist in den letzten 10 Jahren zu einer meiner Lieblingskünstlerinnen avanciert. Ich verstehe zwar kein Spanisch, aber trotzdem berührt mich ihre wunderschöne Folkmusik umso mehr.
Manchmal denke ich mir sogar, es ist gerade deswegen umso intensiver, da ich mir aufgrund der musikalischen Melancholie oder Ekstase lediglich vorstellen kann, worüber sie mit sanfter oder aufbrausender Stimme singt.
In Cancionera gibt es erneut eine angenehme Abwechslung von instrumentalen Werken wie der verträumten Single Làgrimas Cancionera und dem mitreißenden Title Track Cancionera.
Fave Tracks: Cancionera, Lágrimas Cancioneras
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18.
Black Country, New Road – Forever Howlong (Ninja Tune)
Das der Weggang eines Frontmanns nicht automatisch das Ende einer Band bedeutet, ist selten geworden. Umso glücklicher war ich, dass dies bei der englischen Band Black Country, New Road nicht der Fall war.
Denn nachdem sich deren Frontmann Isaac Wood nach deren Durchbruchsalbum Ants From Up There von der Band verabschiedete, war mehr als unklar, ob und wenn ja, wie es musikalisch weitergeht. Einen ersten Impuls gab das Livealbum Live At Bush Hall, das mit dem Up-Song klarstellte: Look at what we did together / BC, NR – friends forever.
Jetzt legten sie mit einem neuen Album nach und es zeigt sich: Eigentlich ist alles beim Alten – und das ist auch gut so. Die Texte sind immer noch anders, als man es von Rockbands erwartet, inklusive verquerer Referenzen und Stream-of-Consciousness-Elementen. Und auch die Instrumentalisierung ist auch weiterhin experimentell.
Dabei beweisen Black Country, New Road auch diesmal erneut, dass sie zwar Lieder schreiben, die auf dem Papier sehr sperrig wirken, aber beim Hören sich als sehr poppig entpuppen. Und genau dieser Mix macht Forever Howlong zu einem ganz besonderen Album.
Fave Tracks: Happy Birthday, Best Friend
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17.
Backxwash – only dust remains (Ugly Hag Records)
Die sambisch-kanadische Rapperin und Produzentin Backxwash hat mit Only Dust Remains ein spirituelles, düsteres und gleichzeitig wunderschönes Album geschaffen. Das liegt vor allem an der Produktion, die sich ihren intensiven Raps anpasst.
Auf dem Opening-Track Black Lazerus bietet sie uns zu Beginn einen Chor als Untermalung. Dieser wird immer weiter ergänzt, während sie sich in Rage rappt. Die erste Climax wird mit einem klatschenden Drum-Sound untermalt und der Chor wird ebenfalls lauter und eine E-Gitarre setzt noch mit ein.
Die Produktion ist über das ganze Album hinweg großartig und Backxwash zeigt ebenfalls ihre Diversität, indem sie auf Wake Up nahezu schreit und gleichermaßen auf Undersirable sanftere Töne anstimmt.
Fave Tracks: Black Lazerus, Undisirable
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16.
Maruja – Pain to Power (Music for Nations)
Marujas düsterer Post-Punk-Sound wurde von den Engländern in 6 EPs sorgsam geschliffen. Vor allem auf der 2023 veröffentlichten EP Knocknarea und der 2024 veröffentlichten EP Connlas Well wurde deutlich, wie viel Potenzial in dieser Band steckt.
Harry Wilkinsons Vocals sind oftmals sprechgesanglich geprägt und wirken, als würde er sich mit der immer intensiver werdenden Musik in einer aufbrausenden Koexistenz befinden. Vor allem bei dem neuen Album Pain To Power zeigt sich dieser Wettlauf zwischen musikalischer Untermalung und Gesang bei Songs wie dem fast 10-minütigen Look Down On Us.
So kommt die Band auch mit nur 8 Songs auf eine Laufzeit von 50 Minuten. Eines der prägnantesten Elemente ist die Verkopplung von Jazz und krachenden Gitarren, die hier erstaunlich gut harmonieren.
Fave Tracks: Look Down on Us, Break the Tension
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15.
Ninajirachi – I love My Computer (self released)
Tatsächlich hat es mit I Love My Computer von Ninajirachi auch ein Debütalbum in unsere Liste geschafft. In dem Album wird auf ironische Weise das parasoziale Verhalten von Menschen und Computern dargestellt, was mal dezenter auf iPod Touch und sehr direkt auf Fuck My Computer.
Hinter diesem skurrilen Inhalt steckt die australische Sängerin und DJane Ninajirachi. Ähnlich wie Pinkpantheress wollte sie aufgrund von YouTube mit Musik anfangen und ist fasziniert von der DIY Ästhetik auf der Plattform und veröffentlicht deswegen ihr Album auch selbst.
Auf I Love My Computer gelingt ihr eine meisterhafte Balance von House, Hyperpop und Glitch, ummantelt in einer Y2K Ästhetik.
Jeder Song auf I love my Computer sollte eine gute Party nur noch besser machen, aber vor allem London Song ist ein absoluter Banger.
Fave Tracks: iPod Touch, Delete
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14.
Racing Mount Pleasant – Self Titled (Label R&R Digital)
Racing Mount Pleasant ist eine amerikanische Band, die 2022 ihr Debütalbum noch unter dem Namen Kingfisher veröffentlicht haben. Ihr Stil erinnert sehr an Black Country New Road, vor allem, als Isac Wood noch Teil der Band war.
Racing Mount Pleasant-Frontman Sam DuBose hat zum einen eine ähnliche Stimmlage und singt ähnlich wie Isac Wood mit sehr viel Gefühl. Seine Stimme ist dabei von einer Melancholie geprägt und teilweise vor Schmerzen verzehrt.
Trotzdem findet sich in ihrem neuen Album auch ein wohliges Gefühl, was sich in den zarten Background-Vocals und den Klavier- und Saxofon Untermalungen zeigt.
Ein absolutes Highlight ist der wunderschöne Song Call It Easy, der sich mit den unberechenbaren Gefühlswelten eines Herzschmerzes befasst.
Fave Tracks: You Pt.II, Call it Easy
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13.
The last dinner party – from the pyre (Island Records)
Form the Pyre ist der heißersehnte Nachfolger des fulminanten Debütalbums Prelude to Ecstacy.
Die britische Rockband The Last Dinner Party ließ die Fans nur ein Jahr zappeln und wollte so auf dem Hype von Songs wie The Feminine Urge und Nothing Matters aufbauen.
Ihrem theatralen Indie-Rock-Sound bleibt die Band auf großaufgebauten Songs wie The Scythe und Second Best treu. Auch wenn die Songs sich manchmal in einer unnahbaren, theatralen Ästhetik verlieren, schafft es die Band in den richtigen Momenten, sehr nahbar und menschlich zu sein.
Fave Tracks: This is the Killer Speaking, the Scythe
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12.
Deafheaven – Lonely People with power (Roadrunner Records)
Ich bin mit dem Genre Black Metal nicht sonderlich bewandert und ging dem neuen Deafheaven Album auch eher zögerlich entgegen. Ich wurde dann mit einer unfassbar intensiven Reise belohnt.
Auf Lonely People with Power gibt es nicht nur schmetternde E-Gitarren und Low-Fi-Screams, sondern auch einen schon fast postrockigen und shoegazigen Klangteppich.
Auch wenn es aufgrund der low-Fi-Screams teilweise sehr schwierig ist, dem Inhalt zu folgen, verhandelt Frontmann George Clarke Themen wie Alkoholsucht, generationales Trauma und Machtmissbräuche.
Besonders gut hat mir der Song Heathen gefallen, der sehr sanft anfängt und dann aber doch in einer größeren Intensität aufgeht.
Fave Tracks: Doberman, Winonna
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11.
Ethel Cain – Willoughby Tucker, i´ll always love you (Daughters of Cain Records)
Ethel Cain zementierte sich als beindruckende moderne Geschichtenerzählerinen auf ihren 2022 erschienenden Album Preachers Daughter. Dort erzähl sie düstere Geschichten die zwar mit fiktionalen Charakteren beschäftigt aber trotzdem ein reales Bild von familiären traumatas und sexueller Gewallt bietet.
In Preachers Daughter geht es hauptsächlich um den fiktiven Charakter Ethel Cain, die in einen sehr religiösen Umfeld in Amerika aufwächt. Sie verliebt sich dann in einen Mann der sie jedoch missbraucht, worauf sie ihn umbringt und sogar verzehrt.
An diese dramatischen Handlungsakte setzt Willoughby Tucker, I’ll Always Love You nicht an, sondern fungiert als ein Prequel. Es geht um die Liebe zwischen Ethel und Willoughby Tucker die auf tragische Weise enden muss. Die musikalische Untermalung ist dabei größtenteils sehr düster, obwohl Ethels Stimme wunderschöne Klänge erzeugt.
Fave Tracks: Tempest, Dust Bowl
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10.
John Michel – Ego Trip (LOUDMOUTH/ SoundOn)
Ego Trip ist das erste Album von dem Rapper John Michel und Produzenten Anthony James. Die beiden ergänzen sich perfekt und verbinden leidenschaftlichen Rap mit soulfuller Jazz-production.
Ihr Sound klingt wie ein spiritueller Nachfolger des Rapper-Producer-Duos Blue & Exile. Ego Trip ist kein sonderlich experimentelles Album, aber der Sound, der hier angestrebt wird, ist erstaunlich ausgereift für ein Debütalbum.
So finden sich in den ersten 3 Songs verschiedene Variationen von Background-Vocals die sich den inspirierenden Lyrics von John Michel anpassen. Songs wie Worlds End und Egotrip sind durchweg wunderschön, während ONEWAY in die Rock-Rap Richtung geht.
Das Potenzial, das bereits hier ausgeschöpft wurde, ist enorm und macht deutlich, dass wir die Karriere der beiden genau verfolgen sollten.
Fave Tracks: Don´t save me, ONEWAY
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9.
Fka Twigs – Eusexua (Atlantic Records / Young)
Eusexua schafft es, gleichermaßen ein Werk zu sein, das dessen Einflüsse offen zelebriert und trotzdem eine ganz eigene Ausstrahlung hat.
FKA Twigs hat sich über das letzte Jahrzehnt einen Namen in der Art-Pop-Welt gemacht. Bereits 2014 experimentierte sie mit Glitch-Sounds und schaffte es trotzdem, catchy Aspekte in Songs wie Two Weeks zu packen.
Auf ihren 2019 erschienenen Album Magdalene bietet sie uns eine bunte Mischung aus klassischen Pop-Trap-Songs wie Holy Terrain, Balladen wie Cellophane und einem Hybrid von elektronischer Musik und Pop.
Eusexua legt zum einen noch größeren Wert auf eine elektronische Untermalung, die teilweise bis hin zu Techno-Sounds auf Drums Of Death ausartet.
Der grandiose Song Girl feels good ist eine Hommage an Madonnas Ray of light mit einer Downtempo-Ästhetik. Room of fools wiederum hat eine starke Björk-Influence, was sich vor allem in der Experimentierfreudigkeit und Betonung der Stimme äußert.
Fave Tracks: Girl Feels Good, Room Of Fools
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8.
Anna von Hausswolff – ICONOCLASTS (YEAR0001)
Iconoclasts von der schwedischen Multiinstrumentalistin Anna von Hauswolff ist eine meiner großen Überraschungen aus dem letzten Jahr.
Ihr 2018 erschienenes Werk Dark Magic trägt diesen Namen mit aller Ehre, da es ein Leichtes ist, sich in einen 16 Minuten langen Neoclassic-Song wie Ugly and Vengeful zu verlieren.
Iconoclasts triumphiert ebenfalls in den langen Instrumentalpassagen, die mal postrockig, dann wieder avantgard-jazzig sind. Ihr Gesang geht dabei aber nie unter, er steigt eher mächtig empor, wie auf dem brachialen Struggle with the Beast.
Fave Tracks: Struggle with the Beast, The Iconoclasts
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7.
Rosalia – Lux ( Columbia Records)
In über 13 Sprachen dürfen wir die wunderbare Stimme von der spanischen Sängerin Rosalía auf ihrem vierten Studioalbum Lux vernehmen. In der epischen Single Berghain, wo sie unter anderem Deutsch singt, machte Rosalía deutlich, dass ihr neues Album eine gänzlich andere Richtung einschlagen wird.
El Mal Querer ist eine gekonnte Mischung aus Flamenco und Pop, während MOTOMAMI auch Elemente des Reggaeton bedient. Lux hingegen ist größtenteils von klassischen Kompositionen geprägt, obwohl ein Art-Pop-Sound ebenfalls integriert ist.
Diese Verbindung zeigt sich besonders effektiv bei Songs wie Reliquia. Die musikalische Untermalung ist mit Streichinstrumenten minimalistisch angehaucht und wird durch einen fast operettenhaften Gesang untermalt.
Doch Rosalia bricht diese Struktur am Ende mit einem brachialen elektronischen break auseinander. Von diesen Momenten gibt es viele, weswegen Lux eine spannende und unberechenbare Reise ist.
Fave Tracks: Berghain, Reliquia
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6.
Candelabro – deseo carne y volutand (Registro móvil)
Candelabro ist eine chilenische Rockband, die mit Deseo, Carne y Voluntad eines der besten Rockalben des Jahres geliefert hat.
Am wohlsten fühlt sich die Band im Post-Rock-Genre, was sich vor allem bei Songs wie Prison de carne mit einer 7-minütigen Laufzeit zeigt. Der Song ist von langen instrumentalen Passagen geprägt und wird von einem nahezu vernebelten Gesang untermalt.
Gleichermaßen findet sich aber auch ein Song wie Ángel, der ziemlich nach vorne geht und eher dem Indie-Rock zuzuordnen ist. Der Song hat keine lineare Struktur, das Tempo variiert und der Song kulminiert in einem grandiosen Crescendo.
Candelabro bringt aber einen lateinamerikanischen Twist in das sehr etablierte und westlich geprägte Post-Rock-Genre und schafft es so, über die ganze Laufzeit zu begeistern und überraschen.
Fave Tracks: Tumba, Ángel
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5.
Clipse – let God Sort Em Out (Roc Nation)
Clipse hat uns dieses Jahr alle überrascht mit ihrem Comeback Album Let God Sort Em Out. Nachdem die Brüder Pusha T und Malice mit Lord Willin (2002) und Hell Hath No Fury (2006) zwei absolute southern rap classics herausgebracht haben, endeten sie ihre Karriere vorest schwach auf dem Album Till The Casket Drops (2009).
Pusha T hat danach eine beiendruckende Solo Karriere gestartet und nie seinen Biss und eleganten Flow verloren. Malice hat ebenfalls Musik herausgebracht, die aber nicht mit Pusha´s mithalten konnte und eher unter ging.
Zusammen sind die beiden allerdings immer noch ein perfektes Duo und beweisen das von vorne bis hinten auf Let God Sort Em Out. Die Production von Pharrell Williams ist ebenfalls hervorragend über das ganze Album hinweg und passt sich den grimmigen Flows der beiden an.
Das Album ist ebenfalls vollgespickt mit Features von modernen Rap-Superstars wie Kendrick Lamar und Tyler The Creator. Clipse lassen sich dabei aber nie den Rang abtreten und embracen trotzdem ihre musikalischen Gäste.
Fave Tracks: Chains&Whips, P.O.V
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4.
Geese – Getting Killed (Partisan Records)
Ihren ersten Durchbruch hatten Geese bereits mit ihrem 2023 erschienenen Album 3D Country erlangt, doch seit letztem Jahr wurden sie zu einer richtigen It-Band. Es ist lange her, dass wir eine Band hatten, die solche Wellen im Rockbereich geschlagen hat. Geese Aufsteig erinnert an das Gefühl, als die Strokes oder Arctic Monkeys damals an Berühmtheit erlangten.
Geese erreichen sowohl den Zeitgeist der GenZ durch ironische Cover von Justin Biebers Baby und eine Nahbarkeit ohne Starallüren als auch durch hervorragende Musikalität.
Rund um Frontman Cameron Winter etablierten Geese einen spannenden Mix aus Indie-Rock und Alt-Country . Seine Stimme erinnert dabei eher an eine Mischung aus Bob Dylans nasalen Gesang, gepaart mit David Byrnes Zynismus.
Auf Getting Killed dem neuesten Album der Band, werden diese Eigenschaften noch einmal deutlicher. Auf einem Song wie Cobra zeigen sich neben tollen Gitarrenmelodien Winters absurde Narrationen, indem er leicht ironisch biblische Verweise verwendet.
Auf dem Song Taxes zeigt sich ein ähnliches Bild, wo Winter es heraufbeschwört, dass er es verdient hätte, in der Hölle zu schmoren, aber dass er es nicht verdient hätte, seine Steuern zu zahlen.
If you want me to pay my taxes You’d better come over with a crucifix You’re gonna have to nail me down
Taxes lebt den größten Teil nur von Winters Stimme, erupiert aber in einem instrumentalen Crescendo und verleiht dem Song so ein denkwürdiges Ende.
Fave Tracks: Taxes, Cobra
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3.
Turnstile – Never Enough (Roadrunner)
Die Hardcore-Punk-Band Turnstile gelang es vor allem mit ihrem 2021 veröffentlichten Album Glow On für Aufsehen zu sorgen.
Das liegt vor allem daran, dass das Album enorm stark anfängt. Mystery geht nahtlos in Blackout über und schafft ein klares Gefühl für die Reise durch Synths, knallende Drums, und punkige Gitarren, die durch einen Wandel von Brendan Yates’ Screams in schönen Gesangspassagen komplimentiert werden.
Diese Aspekte finden sich auch auf Never Enough wieder und werden sogar noch durch kreative instrumentale Brüche ergänzt.
Look Out For Me beginnt mit klassischen Hardcore-Punk-Sounds und wirkt wie ein hervorragender, aber auch kurzweiliger Song. Diese Struktur wird aber im Laufe des Songs aufgebrochen und er mündet in faszinierenden und beruhigenden Synth-Melodien.
Diese Vielfalt ist erfrischend. Wenn ihr Lust habt auf einen kurzen, aber intensiven Hardcore-Punk-Song, gibt es Dull. Wenn ihr tanzen wollt, könnt ihr in den groovigen Seein‘ Stars hineinhören.
Fave Tracks: Look Out For Me, Dull
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2.
McKinley Dixon – Magic, Alive! (City Slang)
Auf 11 Tracks bietet der amerikanische Rapper McKinley Dixon ein Monumentales Jazz Rap Album das tiefergehende Texte mit Ambitionierter Produktion vereint.
Er schafft es, abstrakte Gedanken mit intensiven Geschichten von seiner Jugend zu vereinen, um das Ganze in einen Appell gegen Polizeigewalt und Zusammenhalt der Gemeinschaft einzubetten.
Vor allem auf dem Track Run Run Run von seinem 2023 veröffentlichten Album Beloved! Paradise! Jazz? zeigte er genau diese Kunst;
Running from the guns, Point and shoot, we used to play up on the playground/ Running from the guns Who thought hardest part would be for me to stay down?
Er nimmt diese Gedanken und führt sie auf Magic Alive! Weiter aus in Form des Tracks Run Run Run Pt.II;
They’ll celebrate us when we step back on this street/ For the distance, we went usin‘ up all our speech
Tryna yell out a spell, to the heavens, it’ll reach/ But for now, we keep runnin‘ if one day we’ll be free Keep it runnin’/
Über das ganze Album hinweg gelingt es ihm pfeillschnelles rapping wie auf dem Song Magic Alive!, gefühlvolle hooks auf Could’ve Been Different und Gospelchore auf We’re Outside, Rejoice!
Magic Alive ist ein Hip-Hop Meisterwerk, dass mit der Zeit immer wichtiger werden wird.
Fave Tracks: Run Run Run Pt. II, Magic, Alive
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1.
Viagra Boys – viagr aboys (Shrimptech Enterprises/ YEAR0001)
Die schwedische Post-Punk-Band Viagra Boys um Frontmann Sebastian Murphy zementiert sich auf ihrem neuen Album Viagr Aboys als groteskes Kalkül einer Welt, die nur mithilfe von zeitgenössischem Zynismus ertragbar ist.
Nach dem hervorragenden Cave World (2022) ist das neue Werk noch finsterer, ironischer, aber auch verletzlicher. Murphys soziologische Beobachtungen wirken noch formbewusster und sich zur richtigen Zeit introspektiv.
Das heißt aber nicht, dass Running Gags wie die immer wieder aufkehrende Faszination von Shrimps fehlen, wie auf dem Song Pyramid of Health deutlich wird;
Get real high with the shrimp up in the sky / and you’ll no longer fear your death The pyramid of health
Diese Ironie wird bereits auf dem Opener Man made of Meat verdeutlicht. Die Drums sind eher archaisch und erinnern an Tribal-Sounds und werden durch Murphys giftige Provokationen zwischen Fußfetischismus und Abgründen von familiären OnlyFans Ökonomien ergänzt.
Der Zynismus ist bissig, aber auch kalkuliert, und zeichnet so ein wunderbares Bild der digitalen Enthemmung;
I don’t wanna pay for anything, Clothes and food and drugs for free /If it was 1970 I’d have a job at a factory/ I am a man that’s made of meat / And you’re on the internet looking at feet / I hate almost everything that I see And I just wanna disappear
Murphy hat in früheren Alben bereits über seine Alkoholprobleme gesungen und bietet auf dem Song Medicine for Horses eine weitere verletzliche Seite. Er thematisiert seine ADS-Diagnose und verknüpft diese mit seinem Hang zur Sucht.
Uno II ist ein weiteres Highlight, wo er aus der Perspektive von seinem Windhund Uno II der aufgrund von öfter auftauchenden Zahnproblemen oftmals zum Tierarzt muss. Gleichermaßen kann der Song aber auch als Seitenhieb gegen Verschwörungstheoretiker*innen zu verstehen sein;
Is Bogdan my enеmy? / Does he want the best for me? / What’s he doing with my teeth? / Is he taking them to Australia?
Diese Kanalisierung von Beobachtungshumor und Introspektive in Kombination mit catchigen Songs und hervorragender musikalischer Untermalung macht Viagr Aboys zu dem besten Album aus dem Jahr 2025.
Fave Tracks: Pyramid of Health, Uno II
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