Musik | Konzerte
Betterov im Junkyard in Dortmund
Betterov begeistert mich schon seit einigen Jahren, begonnen hat mein Fan-Dasein als ich das erste Mal den Song Dussmann bei CT das radio gehört habe. Man könnte es auch als Schockverliebtheit bezeichnen.
Als Betterov dann im letzten Jahr die aktuelle Tour angekündigt hat, waren meine Mitbewohnerin und ich ganz Ohr. Direkt im Ruhrpott gelegen, konnten wir uns das Konzert inkl. live Dussmann-Performance einfach nicht entgehen lassen. Und dann auch noch an einem Freitag Abend, der perfekte Start ins Wochenende!
Angekommen sind wir erst nach dem bereits begonnen Einlass, dennoch haben wir uns locker flockig einen Platz in der zweiten Reihe ergattern können. Das Junkyard in Dortmund ist eine recht kleine Location, was aber die Konzerte dort viel persönlicher macht.
Den Abend eingeläutet hat zunächst die Sängerin Maryam als Voract, auch bekannt als MARYAM.fyi. Weder meine Mitbewohnerin noch ich hatten vorher schonmal von ihr gehört, umso begeisterter waren wir von ihrer Performance. Sie holte sowohl uns als auch das restliche Publikum mit Songs wie Vergessen, wie man lebt oder Hand emotional ab.
Nach einer kurzen Pause und einer Aussicht auf all die Instrumente, die wohl alle auf der kommenden Show bespielt werden, kam die Band bei großem Applaus auf die Bühne.
Die Vorfreude, das neueste Album Große Kunst aus 2025 endlich live zu hören, konnte kaum größer sein.
Beginnend mit dem gleichnamigen Song, enttäuschte Betterov das Publikum nicht. Anstatt energetisch direkt in die Vollen zu gehen, gab es erstmal einen entspannten Einstieg am Klavier. Danach ging es dann richtig los und alles war dabei: von älteren Banger von seinem Album Olympia aus dem Jahr 2022 über Teile seines neuesten Albums und beliebten Feature-Songs wie zum Beispiel Mein Leben ist Monoton mit Provinz oder Bring mich nach Hause mit Paula Hartmann. Ich persönlich bin ein großer Fan von Betterovs Features, daher war ich währenddessen besonders von der Show gefesselt. Die zahlreichen Lichteffekte und die Nutzung mehrerer Instrumente haben dem ganzen Konzert noch mehr Zauber verliehen.
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Bevor nach der Scheinverabschiedung der Band die obligatorische Zugabe gespielt wurde, heizte das Publikum der Location mit kollektivem Gebrüll nochmal richtig ein. „Ohne Dussmann gehen wir nicht nach Haus“ stellten dabei unsere überaus kreativen Lyrics da, der Song wurde nämlich bis dato noch nicht gespielt.
Und unser Wunsch wurde erhört: Dussmann wurde „überraschenderweise“ noch als letztes großes Highlight der Show gespielt.
Verlassen haben wir das Konzert mit großer Lust, uns das neue Album in der nächsten Zeit nochmal intensiver anzuhören und zugleich etwas ältere Songs in unserer Playlist aufzunehmen, in die wir bis zu dem Abend noch nicht reingehört haben.
Und natürlich nicht nur von Betterov, sondern auch von Maryam!
Bilder: Elena Preussner / CT das radio