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Gamescom 2017: Ni Nu Kuni II

25. August 2017
von Katja Banno

Ni Nu Kuni: Der Fluch der weißen Königin bekommt einen Nachfolger. Und es scheint, es wird wieder eine Ghibli-Geschichte, obwohl Studio Ghibli diesmal nicht mitgewirkt hat. Bandai Namco möchte das Spiel am 19. Januar 2018 für PC und PS4 auf den Markt bringen.

Ni Nu Kuni II: Schicksal eines Königreichs

Der Hauptcharakter ist der junge Evan, der nach dem Tod seines Vaters den Thron des Königreichs Evermore besteigt. Mit ihm ziehen die Spieler los um verschiedene Kontinente zu erkunden. Jeder Kontinent beherbergt ein Königreich – vier davon wurden uns bereits vorgestellt: Das Königreich Evermore, eine von der asiatischen Kultur inspirierte Stadt, eine Fischersiedlung und eine Unterwasser Stadt, die von Königin Nerea regiert wird. Evan bereist all diese Orte und gewinnt so Verbündete, die ihm helfen sein eigenes Königreich zu erweitern.

Mehr als nur ein zweiter Teil

Ni Nu Kuni II spielt zwar noch in der gleichen Welt, überrascht aber mit vielen neuen Spielelementen. Kann Evan zum Beispiel einen Angler aus der Fischersiedlung, davon überzeugen nach Evermore zu ziehen, erscheint sein Haus in unserem Königreich und der Spieler kann fortan von den Fähigkeiten des Anglers Gebrauch machen. Im fertigen Spiel soll es möglich sein, so an besondere Items, Rüstungen und Waffen zu kommen. Im Laufe des Spiels wächst also Evermore weiter heran. Dabei soll kein Königreich dem anderen gleichen. Je nach dem welche Entscheidungen der Spieler trifft und welche Charaktere er von sich überzeugen kann, sieht Evermore anders aus.

Neues Kampfsystem

Was bleibt, ist dass Ni Nu Kuni II, wie der Vorgänger, auf Zufallskämpfe verzichtet. Monster sind auf der Karte sichtbar und lösen Kämpfe aus, sobald sie unseren Helden berühren. Der Kampf findet dann in einem 3D Areal statt. Fans des ersten Teils werden spätestens hier feststellen: Die beliebte Figur Tröpfchen ist nirgends zu sehen. Stattdessen wird Evan von einfarbigen Wichtelmännchen begleitet. Diese scheinen je nach Farbe eine andere Fähigkeit zu besitzen.

Eine weitere Erneuerung sind die strategischen Kämpfe mit Truppen. Bis zu vier Truppen können wir auf’s Feld schicken. Anders als in traditionellen Strategiekämpfen bewegen sich diese nicht frei über das Feld, sondern sind um unseren Helden angeordnet. Der Spieler bewegt Evan über das Feld und muss die Truppen um sich herum so drehen, dass die richtige Truppe vorne steht.

Studio Ghibli ist nicht mit an Bord

Das Charakter- und Level-Design scheint auf den ersten Blick aus dem Hause Ghibli zu stammen, dem ist aber nicht so – zumindest offiziell. Denn für das Artwork ist wieder Yoshiyuki Momose zuständig. Momose ist ein ehemaliger Ghibli-Animator, der ebenfalls an Teil eins gearbeitet hat. So kommt es, dass das JRPG von dem Entwickler Studio Level-5 eindeutigen Ghibli-Flair verströmt.

Insgesamt macht Ni Nu Kuni II einen guten ersten Eindruck. Die Spielwelt und die Charaktere sind liebevoll und detailreich gestaltet. Doch das überrascht nicht weiter, da Level-5 schon beim Vorgänger in Sachen Design voll überzeugen konnte. Das Entwicklerteam hat sich aber die Kritik an dem ersten Teil zu Herzen genommen und kräftig an der Spielmechanik geschraubt. Das macht Hoffnung, dass Ni Nu Kuni II: Schicksal eines Königreichs dem Spieler mehr Abwechslung bietet, als es beim ersten Teil der Fall war.